Yoga, Mystik und spontane spirituelle Erfahrungen

Spontane spirituelle Erfahrungen: Ein neues Leben!

Spontane spirituelle Erfahrungen: Ein neues Leben!

Nun beginnt das Studium des Yoga (Yoga Sutra 1.1)

Jeder, der eine spontane spirituelle Erfahrung durchlebt hat, wird zum Suchenden. Bei einigen wenigen Menschen werden doch die spontane spirituelle Erfahrung alle Illusionen der Vergangenheit zerstört und der Mensch wird zum Mystiker.

Je nach Intensität der spontanen spirituellen Erfahrung, kann sich eine Person vollständig verändern, und ist nicht mehr der, der er vorher war. Die Geschichte weist eine Vielzahl solcher dramatischen Veränderungen auf. Saul wurde verwandelt, als er das Licht sah und wurde zum heiligen Paulus. In der indischen Tradition schwelgen Mystiker in Gesang und Tanz um dann durch die bloße Nennung ihres geliebten Gottes das Höchste zu erreichen. Anandamayi Maa hatte viele solcher spontanen spirituellen Erfahrungen. Andere wurden bekannt als Bhaktas oder Bhakti Yogis, wie z.B. Chaitanya Mahaprabhu oder Mirabai.

Spontane Spirituelle Erfahrungen im täglichen Leben

Es ist nicht notwendig ein großer Heiliger oder Yogi zu sein. Auch du bist in der Lage, dich an diesem lieblichen Nektar zu laben. Du hast vielleicht schon einmal diese besondere Stille erlebt, als du in einer mondhellen Nacht spaziertest. Vielleicht hat dich aber auch eine persönliche Tragödie oder ein schrecklicher Verlust zur Erkenntnis einer höheren Realität geführt. Oder du befandest dich in einem Moment tiefen Schmerzes, der plötzlich nachließ und sich eine tiefe Ruhe in dir ausbreitete.

Die meisten von uns haben irgendwann schon einmal einen Zustand tiefer Freude erlebt. In der Zeit der Kindheit, die geprägt ist von Unschuld und Natürlichkeit, haben viele von uns solche spontanen mystischen Erfahrungen erlebt. Gefangen in unzähligen Aktivitäten des täglichen Lebens, vergessen die meisten von uns diese schönen Momente aber sehr schnell. Jedoch bei einigen bleibt die Erinnerung daran lebendig.

Ein Funke der göttlichen Einsicht

Jeder von uns hat diesen Funken der göttlichen Einsicht erlebt, wenn auch nur für einen kurzen Moment.

Jeder sucht nach dem EINEN, welches unserem Leben Sinn gibt. Viele suchen das EINE in schnellen Autos oder teurer Kleidung. Einige sehen das EINE im Alkohol, andere in einem unsteten Lebenswandel. Dieses Suchen verändert seine Qualität, wenn sie nicht in einer gesunden und ausgewogenen Bahn verläuft.

Auf der Suche nach dem "Fließenden" oder jenem Augenblick völliger Freiheit von Verlangen, Sehnsucht, Erwartung und Hoffnung, greift der Suchende sehr oft zu externen Hilfsmitteln. Externe Hilfsmittel wie Alkohol oder Drogen führen zwar zunächst zu einen Zustand erhöhter Aufmerksamkeit und Ruhe, aber um Gottes Willen, natürlich ist dieser so erreichte Zustand in keinster Weise aufrecht zu erhalten. Es bringt den Suchenden vielmehr weiter weg von dem, was er eigentlich sucht.

Wir sprechen ungern über diese persönlichen Erfahrungen. Einige denken, es ist zu persönlich, um sich dazu zu äußern. Andere haben Angst, ausgelacht zu werden. Und das macht es um so schwieriger, uns dieser wunderbaren Erfahrung zu öffnen und sie für uns anzunehmen. Wir sind auf der Suche nach etwas und wissen gar nicht, wie es heißt. Wir sind nicht in der Lage es zu beschreiben und unfähig, diese monumentale Erfahrung mit anderen zu teilen. Die meisten von uns können diese Erfahrung des EINEN nicht wiederholen und gelangen dann zur Einsicht, dass sie Hilfe benötigen.

Spontane spirituelle Erfahrungen und flüchtige Samadhis

Sobald wir einsehen, dass wir Hilfe brauchen, kommt uns Hilfe zu Teil. Das alte indische Sprichwort hat nichts an seiner Gültigkeit verloren: Wenn der Schüler bereit ist, erscheint der Meister. Der suchende Mensch von heute will keine Religion; er will Techniken, die ihm helfen, die Erfahrung des EINEN selbstbestimmt zu wiederholen. Und genau dies bietet Yoga. 

Im Yoga werden solche spontanen spirituellen Erfahrungen als flüchtige Samadhis bezeichnet.

Viele Yoga Texte sprechen von flüchtigen Samadhis, der Prominenteste unter ihnen ist die Tripura Rahasya. Kapitel 16 der Tripura Rahasya verkündet kühn, dass "Fleeting Samadhis“ unentdeckt bleiben, weil man sie einfach nicht erkennt. Jeder von uns erfährt flüchtige Samadhi-Momente, auch in unserem geschäftigen Alltag; aber sie gehen unbemerkt an uns vorüber, weil wir sie nicht einordnen können.

Durch die systematische Anwendung von Techniken des Yoga, verbunden mit einer soliden Philosophie, wird der Suchende oder Mystiker ein Yogi oder Meister, der in der Lage ist, den Zustand der Freude willentlich und selbstbestimmt herbeizuführen um im glückseligen Zustand des Samadhi zu verweilen. In diesem Zustand ist der Yogi mit allem verbunden und ist Alles.

Comments:

Rachel from Schweiz:
Hallo und guten Tag,

ich hab in Google "Licht und spirituelle Hilfe" eingegeben und bin auf Ihre Seite gestossen.
Ich habe nicht nur "flüchtige" Samadis sondern konstante, und zwar über Jahre hinweg, und weiss einfach nicht mehr, an wen ich mich wenden soll.
Wobei bei mir das Licht mehr über den Nacken und von oben über den Kopf eintritt. Können sie mir einen Tipp geben?

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