Mantra Yoga und das Wort

Aum

Im Anfang war das Wort. Joh 1,1.

Das Wort oder "Sabda" hat eine mystische Bedeutung.  Auch wenn du alle möglichen Bücher über Mantra Yoga liest, wirst du die wirkliche Bedeutung dahinter nie verstehen, wenn du nicht übst.

Gib mir dein Wort

Dieses Experiment kann dir helfen, eine tiefere Schicht in deinem Bewusstsein anzusprechen. Es ist ganz einfach und geht so: reflektiere einen Moment über deine gesamte Lebensgeschichte, dann erstelle eine Vision für die Zukunft und das alles beschreibst du in nur einem Wort! Nicht zwei Wörter oder drei. Nein, nur eins. Finde das Wort, das aus deinem Herzen spricht.

Freude, Mitgefühl, Glück? Oder kommt dir etwas anderes in den Sinn?

Vielleicht denkst du auch an ein Wort wie "Gefahr". Dann liebst du Aufregung, Abenteuer und das Extreme oder Unberechenbare. Das Wort zeigt dir, was dich in der jetzigen Phase deines Lebens antreibt. Ja, ich sagte Phase. Denn das Wort kann sich ändern, genauso wie du dich veränderst. Ist das nicht faszinierend? 

Wie wäre es mit "Geld"? Versuche das Wort nicht zu bewerten. Schließlich ist es nur eine Phase in deinem Leben.

Eigentlich muss das Wort nicht einmal eine Bedeutung haben. Klänge verraten viel über uns selbst. Es könnte so etwas wie "Grhhh" oder "Ugh" sein. Klänge gehen viel tiefer und sagen dir etwas über deine eigenen Gefühle und schon näherst du dich dem mystischen Reich des Mantra Yoga.

Wortspiel

Gib dem Experiment eine Chance. Vielleicht hast du dein Wort ja bereits gefunden. Falls noch nicht, dann lies einfach die Geschichte meines Wortes.

Als ich ein noch ein Kind war, wollte ich ewig leben. Das Wort "unsterblich" bewegte mich tief.  Schriftsteller zu werden, schien eine gute Wahl. Worte, dachte ich, sterben nicht und daher wollte ich Schriftsteller werden. Meine Freunde hingegen waren alle fasziniert von Bollywood-Stars.  Als ich dann aufwuchs, haben mich andere Worte bewegt, wie bspw. "Exzellenz". Das war ein nützliches Wort. Es hielt mich auf Trapp und verhalf mir zu Exzellenz an der Universität, in meinem künstlerischem Streben und bei allen anderen Dingen, die junge Menschen so tun. Als sich alle Dinge in meinem Leben änderten, suchte ich nach etwas Beständigem. "Permanent" war folgerichtig mein nächstes Wort. Nur dann stellte ich fest, dass nichts wirklich beständig ist außer dem Selbst. Ich wollte das Selbst, das unsterbliche beständige Bewusstsein. DAS wollte ich. 

Soham: DAS bin ich.

DAS ist also mein Wort. Hast du dein Wort bereits gefunden?

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