Vichara oder Selbsterforschung - Monatsplan

Der nachfolgende Monatsplan für Atma Vichara enthält einige Vorschläge, einen Dialog zu beginnen.

Interner Dialog oder Atma Vichara ist ein sehr wichtiger Schritt, den allerdings nur wenige Schüler verstehen. Um Meditation erfolgreich zu erlernen, ist es wichtig, diesen Schritt sorgfältig zu entwickeln. Du beginnst nicht mit Meditation selbst. Zuerst lernst du, eine regelmäßige Zeit für deine Meditation festzulegen. Zu dieser Zeit führst du einen Dialog mit dir selbst. Während dieses Dialogs kommst du in Kontakt mit deinen inneren Gemütszuständen. Du erfährst etwas über die subtilen Aspekte deines Geistes, dein Gewissen und zur gleichen Zeit lernst du, dich selbst zu trainieren. (Zitat aus: Weg des Feuer und Lichts, Band II, Swami Rama)

Denke daran, dass du einen "Dialog" mit deinem Geist führst, also eine Kommunikation in zwei Richtungen und nicht lediglich einen Monolog. Es ist ein Gespräch zwischen "dir" im bewussten Wachzustand und deinem unermesslich großem Unterbewusstsein. Nutze die unten aufgeführten Vorschläge, um den Dialog zu starten und entwickle so das Gespräch auf natürliche Weise weiter.

Wenn du die Praxis des internen Dialogs entwickelst, wirst du über viele Themen einen Dialog führen. Du wirst nicht nur einen einzigen Dialog über ein einziges Thema haben, sondern dein interner Dialog wird eine normale Art und Weise sein, wie du mit deinem Geist umgehst.

Höre auf deinen Freund in dir!

 

  • 1. Betrachte einige Entscheidungen, die du in deinem Leben treffen musst und frage Buddhi: "Soll ich es tun oder nicht?"
  • 2. Wenn der Geist zu zweifeln beginnt, bitte deinen Geist an deinen Zweifeln zu zweifeln.
  • 3. Frage deinen Geist, welche Ängste du hast und wie du mit ihnen umgehen sollst.
  • 4. Führe einen Dialog über die Fehler, die du begangen hast. Verurteile dich nicht selbst oder bewerte dein Verhalten.
  • 5. Frage dich, ob du meditieren willst, ob du dich selbst erkunden möchtest, ob du dich selbst kennenlernen möchtest und ob du dir deine Angewohnheiten aussuchen möchtest.
  • 6. Wenn du meditierst, bitte deinen Geist zu deinen schmerzenden Stellen zu gehen und diese zu heilen.
  • 7. Wenn du Sandhya oder die Sushumna-Erweckung übst, bitte deinen Geist, sich auf das untere Ende der Nasenscheidewand zu konzentrieren.
  • 8. Frage dich: "Was will ich?" Stelle dir Fragen über den Sinn des Lebens.
  • 9. Erkläre deinem Geist, dass er zu weltlich und materialistisch ist.
  • 10. Trainiere deine Sinne durch Vichara, führe einen Dialog mit jedem deiner einzelnen zehn Sinne.
  • 11. Frage deinen Geist, warum er dich während der Meditation stört. Wie kannst du deine Meditation verbessern.
  • 12. Baue eine Beziehung, eine Freundschaft mit deinem Geist auf, lernen dich selbst zu lieben, indem du sanft zu dir bist.
  • 13. Frage dich, was du denkst, warum du emotional bist und welche Probleme du mit deinem Geist hast.
  • 14. Beobachte, wie dich Ängste steuern können. Erkläre deinem Geist, dass alle Ängste nur in deiner Phantasie bestehen.
  • 15. Frage dich: "Was will ich?" Dies kann sich auf alltägliche Dinge oder auf den Sinn des Lebens beziehen.
  • 16. Sag deinem Geist, dass er nicht fokussiert ist und besser den Weg des Lichts, der Liebe und der Hingabe beschreiten sollte.
  • 17. Hol dir Rat von dir selbst über negative Gefühle. Wenn du verärgert bist, frage dich: "Warum denke ich so?"
  • 18. Bitte deinen Geist, ein blockiertes Nasenloch zu öffnen. Bitte deinen Geist mit dem Atem zu fließen.
  • 19. Führe dir einige deiner Probleme vor Augen und frage deinen Geist: "Welche Lösungen gibt es? Was soll ich tun?"
  • 20. Denke daran, dir keine dramatischen Vorsätze zu machen. Stattdessen bitte deinen Geist, offen zu sein für deine Selbstbeobachtung.
  • 21. Führe einen Dialog über alles, was du beobachtest, einschließlich deiner internen Prozesse und Gedanken.
  • 22. Frage dich: "Was will ich?" Werde dir deiner wahren Identität bewusst.
  • 23. Frage dich, warum du in einer bestimmten Art und Weise handelst. Wie spiegeln deine Handlungen deine Gedanken und Gefühle wieder?
  • 24. Sage deinem Geist: "Bitte sei mein Freund." Wie reagiert dein Geist darauf?
  • 25. Frage deinen Geist, was du tun musst. Fragen deinen Geist, warum du manchmal nichts tust.
  • 26. Wenn dich Gedanken ablenken, erinnere dich an den Sinn deines Lebens und führe dir vor Augen, dass dieser Gedanke oder Wunsch nicht hilfreich ist und dich nur in eine Phantasiewelt führen wird.
  • 27. Sei fest dazu entschlossen, täglich zu meditieren. Überzeuge deinen Geist, dass es deine Pflicht ist, gut für dich ist und du auch dazu in der Lage bist.
  • 28. Frage dich, "ob dein Ego dir im Weg steht?" Sei zumindest ein Paar Minuten am Tag ehrlich zu dir.
  • 29. Treffe eine Vereinbarung mit deinem Geist, dir alle deine inneren Geheimnisse zuzuflüstern und dir alles vor dein geistiges Auge zu führen. Diskutiere diese Vereinbarung mit deinem Geist.
  • 30. Analysiere deine Wünsche. Erkläre deinem Geist, dass nicht alles, was angenehm ist auch gut ist und nicht alles, was gut ist, auch angenehm ist.
  • 31. Bitte alles, was sich verbirgt, hervorzukommen: "Lieber Geist, was immer du mir auch für Gedanken und Bilder präsentierst, ich werde mich nicht davon ablenken lassen. Liebe Gedanken, zeigt euch."

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