Unsere Tradition

Meru Chakra

Die Bedeutung einer spirituellen Tradition und einer Linie wird erläutert und die großen Meister unserer Linie werden vorgestellt.

Die Tradition der Mutter Gottes: Samaya Srividya

Die Meister der Meditation wurden von der stets allgegenwärtigen Mutter inspiriert: der göttlichen Mutter. Die Meister saßen in den Höhlenklöstern und in den Wald Universitäten und waren geborgen im Schoß der Mutter Natur, die Ihnen alles im Überfluss und ohne Einschränkung gab. Ihre Lehrer waren die Sonne, die alles mit ihnen teilte und nichts zurückhielt, der Fluss, der alle Hindernisse überwand und sich schließlich dem Ozean hingab, den Bäumen, die fest im Boden verwurzelt waren und dem Schilf, welches dem Wind keinerlei Widerstand leistete. Sie wurden auch durch Tiere inspiriert. Durch den langsamen Atem der Schildkröte, durch die giftige Kobra, die versuchte den Himmel zu berühren und durch den Fisch, der nicht im Wasser ertrank.

Die Yogis kultivierten diese Eigenschaften und die göttliche Mutter flüsterte ihnen ihre Geheimnisse während der Meditation zu. Es nahm die Form der Intuition an. Die alten Meister hatten einen Namen dafür: Shruti. Shruti ist die Weisheit, die aus dem Innersten zu einem spricht. Es ist nicht das Wissen, welches man sich durch Bücher oder anderen Quellen aneignet. Diese Weisheit hat ihren Ursprung aus dem Göttlichen. Wissen ist lediglich lernen und völlig leblos ohne die allumfassende Liebe des Göttlichen. Genau das ist Srividya, die glückverheißende Weisheit.

Die Himalaya Linie der Samaya Srividya Tradition

Die Aufgabe des Meisters war es stets, den Schüler von der Vergangenheit und Zukunft zu befreien, ihn an den Rand der unendlichen Weite zu führen, die wir das Jetzt nennen, bis er lediglich ein Instrument des Göttlichen ist. Die Lehre wird von Meister zu Schüler weitergereicht.

Eine Linie heißt auf Sanskrit Parampara. Die Himalaya Linie ist eine über 6.000 Jahre alte Linie in der Tradition der göttlichen Mutter.

Unsere Tradition heißt Samaya Srividya Sampradaya. Sampradaya bedeutet Tradition. 

 

Swami Rama

Einige Meister unserer Tradition

Dattatreya war ein legendärer Lehrer der Tradition, der selbst 24 Lehrer hatte. Zu ihnen gehörte der Wind, der nie in Abhängigkeit geriet von den Dingen, die er berührte, eine satte Python, die nach keiner anderen Beute mehr Ausschau hielt und eine Prostituierte, die sich zwar auf das Drama der Liebe einließ, die aber durch diese künstliche Liebe nicht befriedigt war. Dattatreya war der Meister der Meister.

Adi Shankara ist eine historische Persönlichkeit, die im 8. Jahrhundert n. Chr. lebte. Er war ein Meister der nicht-dualistischen Philosophie, Dichter, Yogi und ein revolutionärer Vordenker und Reformer, der seiner Zeit stets voraus war. Alle klösterlichen Traditionen gehen auf ihn zurück. Deshalb war er Adi der Erste.

Swami Rama

Lehrer unserer Tradition

Swami Rama gehörte zu den wenigen Meistern des Himalaya, die ausgiebig den Westen bereisten. In seinen frühen Jahren arbeitete er eng mit Wissenschaftlern zusammen um Yoga zu studieren. Später unterstützte er die Entwicklung von Instituten in den USA und Deutschland, die einen ganzheitlichen Ansatz verfolgten sowie die Errichtung von Orten der Stille und Übung und gemeinnützigen Einrichtungen in Indien. Sein Geschenk an die gesamte Menschheit ist die systematische jedoch schlichte Lehre der Meister des Himalaya.

Radhikaji gibt Selbstlos und unermüdlich die Lehren der Himalaya-Tradition an alle, die dafür bereit sind. Sie ist dafür bekannt, keine Kompromisse hinsichtlich der Werte der Tradition zu akzeptieren, wenn sie unterrichtet. 

 

Der Kern der Lehre

Nachfolgend sind die Highlights des Kapitels "Unsere Tradition" aus dem Buch von Swami Rama "Unter Meistern im Himalaya - Autobiographie" zusammengefasst.

  • Du bist nicht der Körper oder Geist.Du bist die Essenz von Bewusstsein und Sein.
  • Du bist der Beobachter des Körpers, Geistes und alles um dich herum.
  • Du bist universelle Prinzip sowohl der göttlichen Mutter und des göttlichen Vaters
    Das Weltliche in der Form der göttlichen Mutter ist nicht mehr ein Hindernis auf dem Weg zur spirituellen Erleuchtung.
  • Die Lehre der Tradition ist ewig und universell.
  • Wir üben keinerlei externe Rituale aus.
  • Alle Form der Anbetung ist innerlich.
  • Wir verbinden uns nicht mit externer Unterscheidung von Religion, Geschlecht, Rasse, nationaler Identität oder sozialem Status. Alle sind eins.
  • Der externe Lehrer führt uns zu unserem inneren Lehrer.
  • Wir respektieren alle religiösen Traditionen der Welt, achten und lieben alle und schließen keinen aus.
  • Keine religiöse Bekehrung oder die Veränderung kultureller Gewohnheiten ist nicht nötig.
  • Wir unterstützen eine ganzheitliche Form der Erziehung. Wir sind der Überzeugung dass Erziehung mehr ist als bloßes Auswendiglernen ist, sondern vielmehr die Entwicklung von sozialen, intellektuellen, körperlichen und kreativen Fähigkeiten bedeutet, die zu einer ausgewogenen Persönlichkeit führen.